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Auf der "World of Amiga" in London gibt Jeff Schindler, General Manager von Amiga, Inc., erste Hinweise auf die Zukunftspläne. Motto: "AMIGA kicks off the future!".
Ziel sei es, durch einen großen Sprung in einem Schritt dorthin zu kommen, wo der Amiga ohne fünfjährigen Entwicklungsstopp etappenweise Ende 1999 angelangt wäre. Es erfolgt somit ein Bruch, die bisherigen, auf Motorolas 680x0-Prozessoren basierenden Amigas von Commodore und dazu kompatible Lizenz-Rechner sind nunmehr "Amiga-Classic".
Das zunächst projektierte Betriebssystem-Update AmigaOS 3.5 wird es nicht geben - zumindest nicht von AI, da man alle Kapazitäten auf das AmigaOS der neuen Generation konzentrieren will.
Der radikale Bruch mit den bisherigen Systemen und dem entsprechenden Zubehör-Markt stieß bei vielen Entwicklern nicht gerade auf uneingeschränkte Begeisterung. Positiver Effekt aber war, daß Phase 5 und Haage&Partner ihre Querelen bezüglich der PowerPC-Software für die PowerUp-Turbokarten von Phase 5 einstellten und nun gemeinsam an einer zweiten Schiene neben den Plänen von AI für die Zukunft des Amiga-Computers arbeiten. Somit gibt es also auch für die Classic-Amigas eine schrittweise Weiterentwicklung auf Grundlage der PowerUp-Boards bzw. künftiger PowerPC-Amiga-Clones von Phase 5.
Die Pläne von Amiga, Inc. sehen vor, auf einen neuen Prozessor zu migrieren - jedoch nicht, wie erwartet, auf Motorolas PowerPC-CPU, sondern auf einen noch geheimen Superchip, der zugleich unglaubliche Multimedia-Fähigkeiten in sich vereint. Dieser Prozessor nun soll nicht nur weitaus leistungsfähiger sein als PC-HighEnd-Systeme, sondern sogar zudem auch wesentlich billiger.
Für Verwirrung sorgte zunächst, daß AmigaOS 4.0 auf Intel-kompatiblen Prozessoren laufen soll. Nach dem ersten Aufschrei des Entsetzens, der durch die Amiga-Gemeinde ging, klärte sich jedoch auf, daß dies nur eine Übergangslösung ist: AmigaOS 4.0 ist nur für Entwickler gedacht und nicht für den End-User. Da nämlich die Entwicklungsumgebung für den künftig im Amiga werkelnden Superprozessor nur für den PC existiert, dort also der Superprozessor, den es bisher nur als Prototyp gibt, emuliert wird, müssen die Software-Entwickler ihre Programme für den "Amiga-II" bis zu dessen Erscheinen zunächst auf normalen PCs schreiben.
AmigaOS 5.0 aber, das eigentliche neue Betriebssystem, zu welchem AmigaOS 4.0 auf dem Entwicklersystem nach und nach entwickelt wird, erscheint dann auf dem neuen "Amiga-II"-System (eine offizielle Benennung steht noch aus).
Die Entwicklungs-PCs mit dem Übergangs-Betriebssystem AmigaOS 4.0 sollen ab November 1998 erhältlich sein, der "Amiga-II" soll Ende 1999 fertiggestellt sein.
Kommentar von "Mr.Exec", Carl Sassenrath, Mitglied der ursprünglichen Amiga-Entwickler-Crew, dem AmigaOS das Multitasking verdankt:
"I would never have believed it, had I not been there and seen it with my own eyes. This technology really seems to be the best match for the Amiga philosophy, one that meets high-end expectations at low-end price. It will be fun to again see the Amiga blow the socks off everything else thats out there." |
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